Acht Jahrhunderte Geschichte
Das Schloss wird 1244 erstmals in den Archiven erwähnt. Es folgt dem Grundriss des sogenannten savoyischen Gevierts. Fast fünf Jahrhunderte lang herrschen von hier aus die Grafen von Greyerz über die Region. 1554 geht Graf Michael in Konkurs. Seine wichtigsten Gläubiger, Bern und Freiburg, ziehen seinen Besitz ein. Von 1555 bis 1798 verwalten mehr als fünfzig Freiburger Landvögte das Gebiet von diesen Mauern aus. 1849 wird das Schloss an die Genfer Familie Bovy versteigert und geht danach an die Familie Balland über. Der Kanton Freiburg wird schliesslich Eigentümer und öffnet es 1939 für das Publikum.
Was Sie im Inneren entdecken
Der Rundgang führt vom Wachsaal über die romantischen Salons bis in den Rittersaal, der im Troubadour-Stil ausgestattet ist. Zu sehen sind mittelalterliche Glasfenster, Fresken aus dem Ancien Régime und Gemälde von Corot. Im 19. Jahrhundert empfängt Daniel Bovy Künstler auf dem Schloss, darunter Barthélemy Menn, die in mehreren Sälen ihre Dekorationen hinterlassen. Lokale Legenden begleiten den Rundgang, etwa jene von Chalamala, dem Narren der Grafen. Ein kostenloser Audioguide mit Augmented Reality lässt sich auf das Smartphone laden, auf Französisch, Deutsch und Englisch.
Der Garten und der Blick über das Greyerzerland
Rund um das Schloss bieten der französische Garten und die Wehrmauern einen Blick über die Dächer des mittelalterlichen Städtchens und auf die Freiburger Voralpen. Der Garten ist von Ostern bis September geöffnet. Von den Mauern aus versteht man, warum die Grafen diesen Felsvorsprung gewählt hatten: Er beherrscht das ganze Tal. Das Schloss ist das historische Herz der Region, die dem berühmten Käse ihren Namen gegeben hat. Picknicks sind innerhalb der Schlossmauern nicht erlaubt.
Tipps für Ihren Besuch
Laut MySwitzerland dauert der Besuch zwischen einer und zwei Stunden. Das Schloss ist an allen Tagen des Jahres geöffnet, mit Öffnungszeiten, die je nach Saison wechseln. Wir empfehlen Ihnen, vor Ihrem Besuch die offizielle Website zu konsultieren. Für Familien gibt es auf Reservation eine Schatzsuche, begleitet von einer Vermittlerin in mittelalterlichem Kostüm. Das Städtchen Gruyères erkundet man zu Fuss: Tragen Sie bequeme Schuhe für den gepflasterten Aufstieg zum Schloss.













